Venusfliegenfalle kaufen: fleischfressende Pflanze für das sonnige Fenster
Die Venusfliegenfalle, botanisch Dionaea muscipula, stammt aus den Mooren von North und South Carolina in den USA. Dort wächst sie in nährstoffarmem, nassem Boden und holt sich Stickstoff aus gefangenen Insekten. Jedes Blatt endet in einer Klappfalle mit langen Randzähnen. Berührt ein Insekt innerhalb von etwa 20 Sekunden zweimal die feinen Fühlhaare auf der Innenseite, schließt sich die Falle. Danach verdaut die Pflanze ihre Beute über mehrere Tage. Geliefert wird sie mit rund 12 cm Höhe im 12-cm-Topf, eine typische Größe für die Fensterbank. Wer die wenigen Pflegeregeln kennt, hat lange Freude an ihr.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Standort: Südfenster oder Westfenster, mindestens 4 Stunden direkte Sonne.
- Gießen: Immer 1-2 cm Regenwasser im Untersetzer, kein Leitungswasser.
- Größe: Geliefert mit ca. 12 cm, wird bis ca. 15 cm hoch.
- Haustiere: Ungiftig für Katzen und Hunde.
- Pflegeaufwand: Mittel, wegen Regenwasser und Winterruhe.
Welchen Standort braucht die Venusfliegenfalle?
Die Venusfliegenfalle braucht einen Platz mit mindestens 4 Stunden direkter Sonne am Tag. Ein Südfenster ist die erste Wahl, ein Westfenster funktioniert ebenfalls. Nur mit viel Licht färben sich die Fallen innen kräftig rot und bleiben kurz und stabil. An einem Nordfenster oder mitten im Raum werden die Blattstiele lang und weich, die Fallen bleiben grün und klein. Von Mai bis September darf die Pflanze auch auf den sonnigen Balkon, sobald die Nächte über 10 °C liegen. Gewöhne sie in der ersten Woche langsam an die Sonne im Freien. Viele weitere sonnenhungrige Arten findest du in unserer Auswahl für das Südfenster.
Wie pflegst du die Venusfliegenfalle richtig?
Die Venusfliegenfalle pflegst du richtig mit kalkfreiem Wasser und ohne Dünger. Stell den Topf in einen Untersetzer und fülle dort 1 bis 2 cm Regenwasser oder destilliertes Wasser ein. Ist der Untersetzer leer, füllst du nach, im Sommer etwa alle 2 bis 3 Tage. Leitungswasser ist in den meisten Regionen zu kalkhaltig und schädigt die Wurzeln innerhalb weniger Monate. Normale Blumenerde ist aus demselben Grund ungeeignet. Beim Umtopfen alle zwei Jahre verwendest du ungedüngten Weißtorf oder spezielle Erde für fleischfressende Pflanzen.
Löse die Fallen nicht zum Spaß mit dem Finger aus. Jede Falle schließt sich nur etwa fünf- bis siebenmal, danach stirbt sie ab. Von November bis Februar braucht die Pflanze eine Winterruhe bei 5 bis 10 °C an einem hellen Ort, zum Beispiel in einem ungeheizten Treppenhaus oder Schlafzimmer. In dieser Zeit hältst du die Erde nur feucht und lässt den Untersetzer leer. Ab März stellst du sie zurück an den warmen, sonnigen Platz.
Ist die Venusfliegenfalle giftig für Katzen und Hunde?
Nein, die Venusfliegenfalle ist ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen. Auch die Fallen sind harmlos, sie schließen sich zwar um eine neugierige Pfote, können aber weder kneifen noch verletzen. Für die Pflanze ist ein Tier, das ständig an ihr spielt, allerdings ein Problem, weil jedes Auslösen Energie kostet. Ein Platz auf einer Fensterbank, die deine Katze nicht nutzt, schont die Fallen. Für Kinder ist die Pflanze ein spannendes Beobachtungsobjekt. Mehr Arten mit ähnlicher Lebensweise findest du unter fleischfressende Pflanzen, etwa Sonnentau und Kannenpflanzen.
Was tun, wenn die Venusfliegenfalle schwächelt?
Wenn die Venusfliegenfalle schwächelt, liegt es fast immer an einem von drei Punkten: Wasser, Licht oder fehlende Winterruhe. Prüfe zuerst, ob du wirklich nur Regenwasser oder destilliertes Wasser verwendest. Schon wenige Wochen mit kalkhaltigem Leitungswasser lassen neue Fallen klein und schwarz werden. Steht die Pflanze weiter als 50 cm vom Fenster entfernt, rückst du sie direkt an die Scheibe. Bildet sie im Frühjahr kaum neue Blätter, war der Winter meist zu warm. Im Juni schiebt sie manchmal einen langen Blütenstiel. Wenn du ihn früh abschneidest, steckt die Pflanze ihre Kraft in neue Fallen statt in Samen.