Was macht die Zimmertanne besonders?
Die Zimmertanne (Araucaria heterophylla), oft auch Norfolk-Tanne genannt, ist botanisch gar keine echte Tanne. Florage verschickt die Zimmertanne mit 70 cm Höhe, direkt vom Züchter und bruchsicher verpackt.
Die Zimmertanne gehört zur Familie der Araukariengewächse. Das ist eine uralte Gruppe von Nadelhölzern, die schon zur Zeit der Dinosaurier existierte. Ursprünglich stammt sie von der Norfolk-Insel im Südpazifik, die zwischen Australien und Neuseeland liegt. Dort ist sie der wichtigste Baum der Inselflora.
Als Zimmerpflanze fällt die Zimmertanne vor allem durch ihre symmetrische Wuchsform auf. Ihre Äste wachsen in fast perfekten Etagen rund um den Stamm. Die Nadeln sind weich und hellgrün und piksen nicht, anders als bei echten Tannen. Mit dieser etagenartigen Silhouette wird sie schnell zum Blickfang im Raum. Sie wächst mit dir mit und behält ihre Form über Jahrzehnte.
In ihrer Heimat kann die Zimmertanne über 60 Meter hoch werden. Im Zimmer bleibt sie deutlich kompakter und wächst sehr langsam, etwa 10 bis 15 cm pro Jahr. Wenn du eine Pflanze suchst, die nicht nach zwei Jahren die Wohnung sprengt, ist die Zimmertanne eine gute Wahl.
Wie pflegst du die Zimmertanne richtig?
Für eine Konifere ist die Zimmertanne erstaunlich pflegeleicht. Beim Gießen gilt eine einfache Regel: Sobald die obere Erdschicht 2 bis 3 cm tief antrocknet, ist es Zeit. Im Sommer ist das meist einmal pro Woche der Fall, im Winter alle 10 bis 14 Tage. Im Schnitt kommst du so auf etwa alle anderthalb Wochen. Staunässe solltest du unbedingt vermeiden, denn das ist das Einzige, was die Zimmertanne nicht verzeiht. Wurzelfäule ist die häufigste Ursache, wenn sie eingeht.
Beim Standort braucht die Zimmertanne helles, indirektes Licht. Ein Platz am Ost- oder Westfenster passt gut, ebenso ein Platz 1 bis 2 Meter vom Südfenster entfernt. Direkte Mittagssonne im Sommer kann die Nadeln verbrennen. Dreh den Topf alle paar Wochen um 90 Grad. Sonst wächst sie einseitig zum Licht und verliert ihre typische Symmetrie.
Gedüngt wird die Zimmertanne von Frühjahr bis Herbst etwa einmal im Monat mit einem Grünpflanzendünger in halber Dosierung. Im Winter pausierst du. Umtopfen ist nur alle 3 bis 4 Jahre nötig. Sie wächst so langsam, dass häufiges Umtopfen ihr eher schadet. Der neue Topf sollte im Durchmesser nur 2 bis 3 cm größer sein als der alte.
Standort: Wo fühlt sich die Zimmertanne wohl?
Die Zimmertanne stammt von einer Insel und mag helle, gleichmäßige Bedingungen. Ideal sind Räume mit konstanten 18 bis 24 Grad. Frost verträgt sie nicht. In zu warmen, trockenen Ecken direkt neben der Heizung verliert sie nach und nach Nadeln und sieht schnell traurig aus.
Gute Plätze für die Zimmertanne sind helle Flure, Eingangsbereiche und helle Ecken im Wohnzimmer. Im Sommer freut sie sich über einen Platz im Halbschatten auf Balkon oder Terrasse. Stell sie dort nicht in die pralle Sonne. Fallen die Nächte unter 12 Grad, holst du sie wieder herein.
Vermeiden solltest du Plätze direkt über Heizkörpern und häufige Standortwechsel. Hast du einen guten Platz für sie gefunden, sollte sie dort auch bleiben. Auf Veränderungen reagiert sie empfindlich und wirft dann vor Stress Nadeln ab.
Die Zimmertanne als lebender Weihnachtsbaum
Viele übersehen, dass die Zimmertanne eine gute Alternative zum klassischen Weihnachtsbaum ist. Sie sieht aus wie eine kleine Tanne, lebt aber, ist immergrün und macht das ganze Jahr Freude. In der Adventszeit kannst du sie mit leichten Strohsternen oder Mini-Kugeln schmücken. Lichterketten erzeugen Wärme, und Wärme mag sie nicht. Nach Weihnachten bleibt sie einfach stehen, statt im Müll zu landen.
Im Vergleich zu einer geschnittenen Nordmanntanne brauchst du also nicht jedes Jahr einen neuen Baum. Ökologisch ist das die deutlich bessere Lösung. Eine Zimmertanne kann dich über Jahrzehnte begleiten und wächst langsam zu einer eindrucksvollen Konifere für drinnen heran.
Die Zimmertanne auf einen Blick
Die Zimmertanne steht am liebsten hell und indirekt, ohne direkte Mittagssonne. Gegossen wird sie, sobald die obere Erdschicht antrocknet. Im Sommer ist das etwa einmal pro Woche, im Winter alle 10 bis 14 Tage. Staunässe verträgt sie nicht.
Bei der Luftfeuchtigkeit ist sie genügsam, normale Raumluft reicht ihr. Wohl fühlt sie sich bei 18 bis 24 Grad an einem frostfreien Platz. Von Frühjahr bis Herbst düngst du sie etwa monatlich in halber Dosierung. Alle 3 bis 4 Jahre setzt du sie im Frühjahr in einen nur leicht größeren Topf.
Die Zimmertanne gilt als leicht giftig für Katzen und Hunde. Stell sie deshalb außer Reichweite deiner Haustiere auf.
Substrat und Umtopfen: Das mag die Zimmertanne
Auf der Norfolk-Insel wächst die Zimmertanne in leicht saurem, gut drainierendem Boden. Genau das braucht sie auch im Topf. Gut funktioniert eine Mischung aus normaler Blumenerde, Rhododendron- oder Heideerde für den leicht sauren pH-Wert und etwas Sand oder Perlite für die Drainage. Universalerde geht auch. Sie hält aber mehr Wasser, und damit steigt das Risiko von Staunässe.
Beim Umtopfen wählst du einen Topf, der im Durchmesser nur 2 bis 3 cm größer ist als der bisherige. Die Zimmertanne wächst langsam und steht gern etwas eng. Ein zu großer Topf hält zu viel Wasser und führt zu Wurzelfäule. Ein Abflussloch ist Pflicht. Im Untertopf darf nach dem Gießen kein Wasser stehen bleiben.
Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen der Zimmertanne ist das Frühjahr im März oder April, wenn sie aus der Winterruhe kommt. Löse die alten Wurzeln vorsichtig und setze sie nicht tiefer als vorher. Der Wurzelhals sollte auf derselben Höhe bleiben. Danach gießt du leicht an und düngst 2 bis 3 Wochen lang nicht.
Häufige Probleme: Was tun bei Schädlingen an der Zimmertanne?
Die Zimmertanne ist relativ widerstandsfähig gegen Schädlinge. In trockenen Heizungswintern können aber Wollläuse und Spinnmilben auftauchen. Wollläuse erkennst du an watteartigen weißen Pünktchen zwischen Nadeln und Ästen. Wisch sie mit einem in Spiritus getauchten Wattestäbchen ab und kontrolliere die Äste danach regelmäßig.
Spinnmilben werden durch zu trockene Luft begünstigt. Feine weiße Gespinste sind das Warnsignal. Erhöhe dann die Luftfeuchtigkeit, etwa durch Besprühen oder einen Luftbefeuchter, und rück die Zimmertanne vom Heizkörper weg. Bei stärkerem Befall hilft ein Spray mit Neemöl.
Werden die Nadeln der Zimmertanne gelb, steckt fast immer ein Wasserproblem dahinter, also zu viel oder zu wenig. Prüf zuerst, ob die Erde nass oder trocken ist, und pass das Gießen dann an. Komplett gelbe Äste treiben nicht wieder aus. Du kannst sie am Ansatz abschneiden. Bedenke aber, dass sie an dieser Seite dann kahler wirkt.
Häufige Fragen zur Zimmertanne
Wie oft muss ich die Zimmertanne gießen?
Gieß die Zimmertanne, sobald die obere Erdschicht 2 bis 3 cm tief antrocknet. Im Sommer ist das meist einmal pro Woche, im Winter alle 10 bis 14 Tage. Statt nach Kalender zu gießen, machst du am besten den Fingertest. Gieß lieber etwas weniger als zu viel, denn Staunässe ist die häufigste Ursache, wenn eine Zimmertanne eingeht. Lass überschüssiges Wasser aus dem Untertopf ablaufen.
Warum verliert meine Zimmertanne Nadeln?
Nadelverlust ist das häufigste Problem bei der Zimmertanne und hat meist eine von drei Ursachen. Der Standort ist zu warm, vor allem über Heizkörpern. Die Luft ist im Winter sehr trocken. Oder sie ist durch einen Standortwechsel gestresst. Such ihr dann einen kühleren Platz, sorg für etwas feuchtere Luft und lass sie in Ruhe stehen. Verlieren die untersten Etagen einzelne Nadeln, ist das normal. Werden ganze Äste kahl, solltest du handeln.
Ist die Zimmertanne giftig für Katzen oder Hunde?
Die Zimmertanne gilt als leicht giftig für Katzen und Hunde. Stell sie deshalb so auf, dass deine Haustiere nicht daran knabbern können. Größere Mengen Pflanzenmaterial können bei Tieren zu Verdauungsbeschwerden führen.
Wie groß wird die Zimmertanne?
Im Zimmer bleibt die Zimmertanne deutlich kompakter als in ihrer Heimat. Sie wächst etwa 10 bis 15 cm pro Jahr und erreicht nach 10 bis 20 Jahren typischerweise 1,50 bis 2 Meter. Hast du wenig Platz, schneide sie trotzdem nicht, denn Schnitt verträgt sie schlecht.
Kann ich die Zimmertanne als Weihnachtsbaum schmücken?
Ja, das ist sogar ein schöner Trick. Die Zimmertanne ist eine gute Alternative zum klassischen Weihnachtsbaum, weil sie das ganze Jahr lebt und jedes Jahr wieder zum Einsatz kommt. Schmück sie mit leichten Strohsternen, Mini-Kugeln oder Holzanhängern. Lichterketten solltest du wegen der Wärme weglassen. Schwerer Schmuck biegt die Äste, und Sprühschnee oder echte Kerzen haben an ihr nichts verloren.
Kann ich die Zimmertanne im Sommer nach draußen stellen?
Ja, im Sommer freut sich die Zimmertanne über einen Platz im Halbschatten auf Balkon, Terrasse oder an einer geschützten Stelle im Garten. Gewöhn sie langsam an die Außenluft, erst stundenweise. Direkte Mittagssonne, Wind und Regen verträgt sie draußen schlecht. Fallen die Nachttemperaturen unter 12 Grad, holst du die Zimmertanne wieder herein.
Sollte ich meine Zimmertanne schneiden, wenn sie zu groß wird?
Nein, schneide die Zimmertanne nicht. Wo du schneidest, wächst kein neuer Trieb nach. Die Zimmertanne sieht danach für Jahre unsymmetrisch aus. Reicht der Platz wirklich nicht mehr, ist Verschenken die bessere Lösung.