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Gummibaum Sorten: Diese 8 Ficus elastica gibt es

Kurz gesagt

Die wichtigsten Gummibaum Sorten sind Robusta, Tineke, Abidjan, Burgundy, Melany, Belize, Ruby und Variegata. Alle gehören zur Art Ficus elastica und unterscheiden sich vor allem in der Blattfarbe. Grüne Sorten wie Robusta kommen mit weniger Licht aus, bunte Sorten wie Tineke und Belize brauchen einen Platz höchstens 1 m vom Fenster entfernt.

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Gummibaum Sorten unterscheiden sich vor allem in der Blattfarbe, und die Farbe bestimmt, wie viel Licht die Pflanze braucht. Alle Sorten gehören zur selben Art, Ficus elastica. Grüne Sorten wie Robusta wachsen noch 2 bis 3 m vom Fenster entfernt, bunte Sorten wie Tineke oder Belize brauchen einen Platz direkt am hellen Fenster, sonst vergrünen die Blätter. Hier findest du acht Sorten im Vergleich, ähnliche Ficus-Arten, eine Tabelle zum Bestimmen und die Fälle, in denen eine Sorte nicht zu dir passt.

Welche Gummibaum Sorten gibt es?

Im Handel begegnen dir acht Gummibaum Sorten regelmäßig: Robusta, Tineke, Abidjan, Burgundy, Melany, Belize, Ruby und Variegata. Selten sind Shivereana und Black Knight. Botanisch sind das keine verschiedenen Gummibaum Arten, sondern Zuchtformen einer einzigen Art aus der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Wer von Gummibaumarten spricht, meint meist diese Sorten oder andere Ficus-Arten. Wie unterscheidest du die Ficus elastica Sorten also?

Am einfachsten über die Blattfarbe: grün, dunkelrot bis fast schwarz oder panaschiert mit Weiß, Creme oder Rosa. Die Ficus elastica Arten im Sinne von „Arten“ gibt es streng genommen nicht, denn alle Gummibaum-Sorten stammen von einer Pflanze ab, die in Nordostindien, im Himalaya-Vorland und in Teilen Südostasiens wild wächst und dort 30 bis 40 m hoch wird. Die Tabelle vergleicht unsere Sorten mit drei verwandten Ficus-Arten.

PflanzePreisEndgrößeLichtGießenHaustiere
Ficus Elastica Robusta ab €15,90 bis ca. 200 cm Hell, indirekt MäßigEtwa alle 1,5 Wochen. Giftig Ansehen
Ficus Elastica Tineke ab €21,90 bis ca. 200 cm Hell, indirekt MäßigEtwa alle 1,5 Wochen. Giftig Ansehen
Ficus Elastica Abidjan €21,90 bis ca. 200 cm Hell, indirekt MäßigEtwa alle 1,5 Wochen. Giftig Ansehen
Ficus Elastica Belize ab €15,90 bis ca. 200 cm Hell, indirekt MäßigEtwa alle 1,5 Wochen. Giftig Ansehen
Ficus Microcarpa Moclame €60,90 bis ca. 150 cm Hell, indirekt MäßigEtwa alle 1,5 Wochen. Giftig Ansehen
Ficus Lyrata ab €17,90 bis ca. 250 cm Hell, indirekt MäßigEtwa alle 1,5 Wochen. Giftig Ansehen
Ficus Ginseng ab €26,90 bis ca. 100 cm Hell, indirekt MäßigEtwa alle 1,5 Wochen. Giftig Ansehen

Die Gummibaum Sorten im Detail

Die Sorten unterscheiden sich in Blattfarbe, Lichtbedarf und Wuchs. Die Grundpflege ist bei allen gleich. Was sich ändert, ist der Abstand zum Fenster, den eine Sorte verträgt, bevor sie ihre Farbe verliert oder Blätter abwirft. Alle Sorten mit Größen und Topfmaßen findest du in unserer Kategorie Gummibaum kaufen.

Robusta: die grüne Sorte für Einsteiger

Der Ficus elastica Robusta ist die Sorte, die die meisten Menschen vor Augen haben, wenn sie an einen Gummibaum denken. Seine Blätter sind einfarbig dunkelgrün, glänzend und werden 20 bis 30 cm lang, deutlich größer als bei den bunten Sorten. Der Ficus Robusta wächst schneller als jede panaschierte Sorte, weil seine Blätter vollständig grün sind und damit mehr Chlorophyll für die Photosynthese haben. Unter guten Bedingungen legt er 30 bis 50 cm pro Jahr zu. Er kommt auch mit einem Platz 2 bis 3 m vom Fenster entfernt zurecht, wächst dort aber langsamer und bildet weniger neue Blätter. Wenn du nur ein Nordfenster hast oder dein Gummibaum in einer Ecke des Wohnzimmers stehen soll, ist der Gummibaum Robusta die Sorte, die das am besten verträgt. Temperaturen zwischen 18 und 24 °C passen, dauerhaft unter 15 °C sollte er nicht stehen. Gegossen wird, wenn die oberen 2 bis 3 cm Erde trocken sind, im Sommer etwa alle 7 bis 10 Tage. Weitere Kandidaten dafür gibt es in der Kategorie Zimmerpflanzen, die wenig Licht brauchen.

Ficus Elastica Robusta (55cm, Ø17cm) im Kulturtopf schützt 1 m² Regenwald
Der klassische GummibaumFicus Elastica Robusta
ab €15,90 Sofort lieferbar
  • LichtHell, indirekt
  • GießenMäßig
  • HaustiereGiftig
  • Endgrößebis ca. 200 cm

Der Gummibaum Ficus elastica Robusta wächst ohne Schnitt meist mit einem einzelnen Stamm senkrecht nach oben. Willst du eine buschigere Pflanze, schneidest du im Frühjahr die Spitze über einem Blattknoten ab. Darunter treiben dann zwei bis drei neue Seitentriebe aus. Aus der abgeschnittenen Spitze kannst du einen Steckling ziehen, wie das genau geht, steht in unserer Anleitung zum Gummibaum vermehren. Beim Schneiden tritt weißer Milchsaft aus, der Latex enthält. Aus diesem Saft wurde im 19. Jahrhundert Kautschuk gewonnen, bevor der Parakautschukbaum (Hevea brasiliensis) die Produktion übernahm, und daher hat der Gummibaum seinen Namen. Trag beim Schneiden Handschuhe und leg Zeitung unter, denn der Saft reizt die Haut und klebt hartnäckig auf Böden und Möbeln. Die großen Blätter sammeln Staub, den du alle zwei bis drei Wochen mit einem feuchten Tuch abwischst. Mit sauberen Blättern nimmt die Pflanze mehr Licht auf, was gerade an einem Platz weiter weg vom Fenster einen Unterschied macht.

Tineke: weiß-grün-rosa

Der Ficus elastica Tineke ist die bekannteste panaschierte Sorte. Seine Blätter haben einen grünen bis graugrünen Kern und breite, unregelmäßige Ränder in Creme bis Weiß. Die Mittelrippe und die Blattscheide, aus der jedes neue Blatt herauswächst, sind rosa bis rötlich gefärbt. Im englischsprachigen Handel heißt er oft Ficus elastica Tineke variegated, gemeint ist dieselbe Pflanze. Der Gummibaum Tineke braucht mehr Licht als die grünen Sorten, weil die weißen Blattbereiche kein Chlorophyll enthalten und für die Photosynthese ausfallen. Ein Platz maximal 1 m von einem Ost- oder Westfenster entfernt passt gut, ein Südfenster mit dünnem Vorhang ebenso. Pralle Mittagssonne hinter Glas verbrennt dagegen die hellen Blattränder, sie werden dann braun und papierartig. Bekommt der Tineke Gummibaum zu wenig Licht, werden die neuen Blätter grüner und die Cremeränder schmaler. Das lässt sich umkehren: Steht die Pflanze wieder heller, zeigen die folgenden Blätter wieder mehr Weiß. Woran merkst du das zuerst? Du siehst es am nächsten neuen Blatt nach drei bis vier Wochen.

Ficus Elastica Tineke (50cm, Ø17cm) im Kulturtopf schützt 1 m² Regenwald
Der bunte GummibaumFicus Elastica Tineke
ab €21,90 Sofort lieferbar
  • LichtHell, indirekt
  • GießenMäßig
  • HaustiereGiftig
  • Endgrößebis ca. 200 cm

Ficus elastica 'Tineke' wächst langsamer als Robusta, rechne mit 15 bis 30 cm pro Jahr. Dafür ist er im Wuchs kompakter und bildet bei gutem Licht dichter stehende Blätter. Die rosa Töne sind am Neuaustrieb am kräftigsten und blassen ab, wenn das Blatt älter wird. Ein Punkt, den viele nicht kennen: Panaschierte Gummibäume bilden gelegentlich einen komplett grünen Trieb. Diese Rückmutation wächst schneller als der bunte Rest, weil sie mehr Chlorophyll hat, und verdrängt die Panaschierung über die Jahre. Schneide grüne Triebe deshalb direkt an ihrem Ansatz ab, am besten im Frühjahr mit einer sauberen Schere. Gelbe Blätter an der Tineke kommen fast immer von zu viel Wasser oder einem zu dunklen Standort, nicht vom Alter, mehr dazu in unserem Ratgeber zu gelben Blättern am Gummibaum. Gieß die Tineke erst, wenn die oberen 3 cm Erde trocken sind. Im Winter, bei weniger Licht, braucht sie nur etwa alle 14 Tage Wasser.

Abidjan, Burgundy und Melany: die dunklen

Der Ficus elastica Abidjan hat dunkelgrüne bis weinrote Blätter, die bei viel Licht fast schwarz wirken. Die Mittelrippe ist auf der Blattunterseite rot, und die Blattscheide am Neuaustrieb leuchtet kräftig rot. Wer einen Gummibaum in Rot sucht, landet meist bei dieser Sorte oder beim Ficus elastica Burgundy, denn beide färben schon den Neuaustrieb kräftig rot. Burgundy und Abidjan sehen sich so ähnlich, dass sie im Handel oft unter dem jeweils anderen Namen verkauft werden. Burgundy hat einen etwas stärkeren Rotton auf der Blattoberseite, Abidjan wirkt eher grünschwarz. Beim Licht stehen beide zwischen Robusta und Tineke: Ein Platz 1 bis 2 m vom Fenster entfernt reicht. Steht der Gummibaum Abidjan zu dunkel, verliert er den Rotton und wird einfarbig dunkelgrün. Die Blätter werden 15 bis 25 cm lang und sind etwas dicker und ledriger als bei Robusta, sie halten Staub und Wischen gut aus. Das macht beide Sorten unempfindlicher gegenüber trockener Heizungsluft als die panaschierten Gummibäume.

Ficus Elastica Abidjan (55cm, Ø17cm) im Kulturtopf schützt 1 m² Regenwald
Der dunkle GummibaumFicus Elastica Abidjan
€21,90 Sofort lieferbar
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  • GießenMäßig
  • HaustiereGiftig
  • Endgrößebis ca. 200 cm

Der Ficus elastica Melany ist die kompakte Variante der dunklen Gruppe. Er bildet kleinere Blätter von etwa 10 bis 15 cm, die dichter am Stamm sitzen, und verzweigt sich williger als Abidjan oder Burgundy. Dadurch wird er eher buschig als hoch. Für eine Fensterbank oder ein Sideboard ist Melany die passende Wahl, für eine Ecke mit 2 m Deckenhöhe eher Abidjan. Der Gummibaum Burgundy und alle anderen dunklen Sorten wachsen etwa 20 bis 40 cm pro Jahr, langsamer als Robusta und schneller als die bunten Sorten. Unter dem Namen Black Knight wird eine weitere sehr dunkle Sorte gehandelt, die optisch kaum von Burgundy zu unterscheiden ist und deshalb hier keinen eigenen Abschnitt bekommt. Für alle dunklen Sorten gilt: Die Farbe kommt aus Anthocyanen in den Blättern, und deren Bildung hängt vom Licht ab. Mehr Licht heißt dunkleres, rötlicheres Laub. Bei wenig Licht bleiben die Blätter grün, die Pflanze leidet darunter aber nicht.

Belize und Ruby: die rosa Sorten

Der Ficus elastica Belize ist der Gummibaum in Rosa, nach dem die meisten suchen, wenn sie eine farbige Sorte wollen. Seine Blätter sind grün und dunkelgrün gefleckt, mit Rändern in Creme und kräftigem Rosa, oft auch mit rosa Flecken im Blattinneren. Der Neuaustrieb ist fast vollständig pink, die Blattscheide rot. Der Gummibaum Belize ist damit die farbigste Sorte im Sortiment, und genau deshalb braucht er am meisten Licht. Stell ihn höchstens 1 m vom Fenster entfernt auf, am besten an ein Ost- oder Westfenster mit Morgen- oder Abendsonne. Die rosa Färbung entsteht wie bei den dunklen Sorten durch Anthocyane und wird bei mehr Licht kräftiger. Wird es zu dunkel, ziehen sich zuerst die Rosatöne zurück, dann die Cremeanteile. Kühle Fensterbänke im Winter mag Belize nicht, unter 15 °C wirft er gern die unteren Blätter ab. Stell ihn deshalb auf einen Untersetzer aus Holz oder Kork, wenn die Fensterbank über einer kalten Außenwand liegt.

Ficus Elastica Belize (55cm, Ø17cm) im Kulturtopf schützt 1 m² Regenwald
Der rosa GummibaumFicus Elastica Belize
ab €15,90 Sofort lieferbar
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Der Ficus elastica Ruby wird oft mit Belize verwechselt, und im Handel überschneiden sich die Namen. Ruby hat einen höheren Rotanteil, seine Blätter wirken insgesamt rosa bis rubinrot mit grünen und cremefarbenen Feldern, während Belize mehr Creme und klar abgesetztes Pink zeigt. Beide Sorten brauchen dasselbe: viel indirektes Licht, Temperaturen über 18 °C und Wasser erst, wenn die oberen 3 cm Erde trocken sind. Wer einen Gummibaum in Pink in einer ruhigen, dunklen Ecke stehen haben möchte, wird mit beiden Sorten nicht glücklich, denn dort verlieren sie ihre Farbe innerhalb weniger Monate. Ein Ficus elastica in Rosa wächst mit 15 bis 25 cm pro Jahr langsamer als alle grünen und dunklen Sorten. Dafür bleibt er länger kompakt und braucht erst nach drei bis vier Jahren einen deutlich größeren Topf. Die farbigen Blätter sind dünner als bei Robusta, achte deshalb auf eine Luftfeuchtigkeit über 40 % und stell ihn nicht direkt über eine Heizung.

Shivereana und Variegata: bunt panaschiert

Der Ficus elastica Shivereana ist die seltenste der bekannten Sorten. Seine Blätter sind hellgrün bis gelbgrün und fein marmoriert, mit einem rosa Schimmer an jungen Blättern. Die Zeichnung ist kein klarer Rand wie bei Tineke, sondern ein Muster aus vielen kleinen Sprenkeln über die ganze Blattfläche. Der Gummibaum Shivereana wächst sehr langsam, oft unter 15 cm pro Jahr und Pflanze, und wird deshalb nur in kleinen Mengen vermehrt. In Gärtnereien und auf Pflanzenbörsen taucht er meist als Einzelstück auf, selten in mehr als einer Größe. Was die Pflege angeht, ist er die anspruchsvollste Sorte: Er braucht einen Platz direkt am hellen Fenster, gleichmäßige Temperaturen über 18 °C und verträgt weder Zugluft noch nasse Füße. Ein Fehler beim Gießen kostet ihn mehrere Blätter, und bei seinem langsamen Wuchs dauert es Monate, bis sie ersetzt sind. Wenn du ihn findest, setz ihn in Erde mit einem Drittel Perlit, damit überschüssiges Wasser schnell abläuft.

Der Ficus elastica Variegata ist die ältere, schlichtere Form des weißbunten Gummibaums. Seine Blätter haben einen grünen Kern und unregelmäßige gelbliche bis cremefarbene Ränder, ohne die Rosatöne von Tineke. Der Gummibaum Variegata wird oft als Sammelname für jeden Gummibaum panaschiert verwendet, deshalb landen unter diesem Namen auch Pflanzen, die eigentlich Tineke sind. Den Unterschied siehst du an der Mittelrippe: Bei Variegata ist sie grün oder hell, bei Tineke rosa. Auch die Blattscheide am Neuaustrieb ist bei Variegata hell statt rosa. Wie bei allen weißbunten Gummibäumen gilt: Je mehr Weiß im Blatt, desto mehr Licht braucht die Pflanze und desto langsamer wächst sie. Rechne mit 15 bis 25 cm Zuwachs pro Jahr. Grüne Rückmutationen schneidest du auch hier sofort heraus. Aus diesen Trieben lassen sich zwar Stecklinge ziehen, sie bleiben aber grün, wie in unserem Beitrag zum Gummibaum-Ableger beschrieben. Für eine panaschierte Pflanze schneidest du den Steckling immer aus einem gut gefärbten Trieb.

Kleinblättriger Gummibaum (Ficus microcarpa Moclame)

Wer nach einem Gummibaum kleinblättrig sucht, findet im Handel fast immer den Ficus microcarpa Moclame. Botanisch ist er kein Gummibaum, sondern eine eigene Ficus-Art, die Chinesische Feige oder Lorbeerfeige. Verkauft wird er trotzdem oft als kleinblättriger Gummibaum, weil seine Blätter genauso dick, glänzend und ledrig sind wie beim Ficus elastica, nur viel kleiner. Sie werden 4 bis 8 cm lang, sind rundlich und sitzen dicht an vielen Seitentrieben. Dadurch wirkt Moclame wie ein kleiner Baum mit runder Krone, nicht wie ein aufrechter Stamm mit großen Blättern. Er wird im Zimmer bis etwa 150 cm hoch, also deutlich niedriger als die Ficus-elastica-Sorten. Beim Licht ist er genügsamer als die bunten Gummibäume: Ein heller Platz 1 bis 2 m vom Fenster entfernt reicht. Er verträgt Rückschnitt sehr gut, du kannst seine Krone jedes Frühjahr in Form bringen. Schneidest du die Triebspitzen regelmäßig, verzweigt er sich weiter und die Krone wird mit jedem Jahr dichter.

Ficus Microcarpa Moclame (110cm, Ø23cm) im Kulturtopf schützt 1 m² Regenwald
Der glänzende ZimmerbaumFicus Microcarpa Moclame
€60,90 Sofort lieferbar
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  • HaustiereGiftig
  • Endgrößebis ca. 150 cm

Unter Gummibaum klein, kleiner Gummibaum oder Mini Gummibaum laufen im Handel zwei verschiedene Dinge. Das eine sind junge Pflanzen der normalen Sorten, etwa ein Robusta in 30 cm Höhe, der in drei bis vier Jahren trotzdem 150 cm erreicht. Das andere sind Pflanzen wie Moclame, die von Natur aus kleinere Blätter und einen gedrungeneren Wuchs haben. Wer einen Baby Gummibaum sucht, landet oft bei der Peperomia obtusifolia. Sie heißt nur deshalb so, weil ihre dicken, runden Blätter an einen Gummibaum erinnern, gehört aber zu den Pfeffergewächsen und wird nur 25 bis 30 cm hoch. Was Moclame vom Ficus elastica unterscheidet, ist seine Empfindlichkeit beim Umstellen: Wie viele kleinblättrige Ficus-Arten wirft er nach einem Standortwechsel einen Teil seiner Blätter ab und treibt nach zwei bis vier Wochen neu aus. Such ihm deshalb gleich den endgültigen Platz und dreh den Topf nicht ständig zum Licht, auch wenn die Krone etwas schief wächst.

Großer Gummibaum: Welche Sorte wird am höchsten?

Am höchsten wird der grüne Robusta, gefolgt von den dunklen Sorten Abidjan und Burgundy. Im Zimmer erreichen alle Ficus-elastica-Sorten nach einigen Jahren 2 m und mehr. Die Grenze setzt meist die Decke. Wie groß wird ein Gummibaum also wirklich? Das hängt weniger von der Sorte ab als vom Licht, denn ein Robusta am dunklen Platz wächst langsamer als eine Tineke direkt am Südwestfenster.

Soll dein Gummibaum groß sein, sobald er ankommt, kauf ihn gleich in der passenden Größe. Ein Ficus elastica groß ab 100 cm braucht mehrere Jahre Anzucht. Ein Gummibaum XXL über 150 cm ist selten und wird oft als Einzelstück verkauft. Bei uns im Gewächshaus stehen die großen Tineke-Pflanzen mit 100 cm in einem Topf mit 27 cm Durchmesser, ein guter Maßstab für das spätere Umtopfen. Die Tabelle zeigt die Gummibaum Größe und den Zuwachs der Sorten im Vergleich.

Sorte Endhöhe im Zimmer Blattlänge Zuwachs pro Jahr
Robusta bis ca. 200 cm und mehr 20 bis 30 cm 30 bis 50 cm
Abidjan, Burgundy bis ca. 200 cm 15 bis 25 cm 20 bis 40 cm
Melany bis ca. 200 cm, buschig 10 bis 15 cm 15 bis 30 cm
Tineke, Variegata bis ca. 200 cm 15 bis 25 cm 15 bis 30 cm
Belize, Ruby bis ca. 200 cm 15 bis 20 cm 15 bis 25 cm
Shivereana bis ca. 150 cm 10 bis 20 cm unter 15 cm
Ficus microcarpa Moclame bis ca. 150 cm 4 bis 8 cm 15 bis 25 cm

Tineke und Moclame bekommst du bei uns mit 100 cm und mehr, Robusta als jüngere Pflanze, die schnell nachwächst.

Ficus-Arten, die dem Gummibaum ähneln

Die Gattung Ficus umfasst rund 800 Arten, und fünf davon stehen in Deutschland häufig im Wohnzimmer. Sie haben denselben weißen Milchsaft wie der Gummibaum, aber andere Blätter und einen anderen Wuchs. Viele dieser Ficus Sorten werden trotzdem umgangssprachlich als Gummibaum bezeichnet, weil Laien die Unterschiede zwischen den Arten im Gartencenter oder auf Fotos aus dem Netz oft nicht erkennen.

Auch der Australische Gummibaum ist eine eigene Art, Ficus rubiginosa, die Rostblättrige Feige aus dem Osten Australiens. Welche Gummibaum-ähnlichen Arten passen in deine Wohnung? Hier sind die fünf, die du am häufigsten findest.

Ficus lyrata (Geigenfeige)

Die Geigenfeige stammt aus dem tropischen Westafrika und hat die größten Blätter aller Zimmer-Ficus: bis 30 cm lang, gewellt und in der Form eines Geigenkorpus.

Sie braucht mehr Licht als ein Robusta, also einen Platz direkt am Fenster, und reagiert auf Umstellen mit Blattverlust. Im Zimmer wird sie bis etwa 250 cm hoch.

Ficus benjamina (Birkenfeige)

Die Birkenfeige hat kleine, spitz zulaufende Blätter von 6 bis 12 cm und überhängende Zweige.

Sie ist die bekannteste Ficus-Art nach dem Gummibaum, wirft aber bei Zugluft, Umstellen oder kalten Füßen schnell Blätter ab. Die Sorte Kinky hat weißbunte Blätter und bleibt mit bis zu 150 cm kompakter.

Ficus Ginseng

Ficus Ginseng ist keine eigene Art, sondern ein Ficus microcarpa, dessen verdickte Wurzelknolle über der Erde sichtbar ist. Er wird als Bonsai-ähnliche Pflanze gezogen und bleibt mit bis zu 100 cm klein.

Er braucht einen hellen Platz und Wasser, sobald die oberen 2 cm Erde trocken sind.

Ficus binnendijkii Alii

Der Ficus Alii hat schmale, lanzettliche Blätter von 10 bis 20 cm Länge, die locker herabhängen.

Er wirkt leichter als der Gummibaum und wirft weniger Blätter ab als die Birkenfeige. Für einen hellen Platz ohne pralle Sonne ist er eine Alternative mit ähnlich einfacher Pflege.

Ficus benghalensis (Bengalische Feige)

Die Bengalische Feige stammt aus Indien und ist die Ficus-Art, die dem Gummibaum am stärksten ähnelt.

Ihre ovalen Blätter haben helle Blattadern und eine leicht samtige Oberfläche. Im Handel heißt sie auch Ficus Audrey. Die Sorte Joy wächst dichter.

Alle fünf gibt es bei uns, weitere Arten findest du in unserer Kategorie Ficus kaufen.

Gummibaum Sorten erkennen: Blattfarbe und Bilder

Gummibaum Sorten erkennst du am sichersten an der Blattfarbe und an der Farbe des Neuaustriebs. Die Blattscheide verrät viel. Wie sieht ein Gummibaum aus, wenn er gerade ein neues Blatt bildet? An der Triebspitze sitzt eine schmale, eingerollte Hülle, die Blattscheide, und deren Farbe verrät die Sorte oft schneller als das fertige Blatt. Die Tabelle zeigt, worauf du bei Gummibaum Bildern achtest.

Sorte Blattfarbe Neuaustrieb (Blattscheide) Licht
Robusta einfarbig dunkelgrün, glänzend grün bis hellbraun bis 3 m vom Fenster
Abidjan dunkelgrün bis weinrot, Rippe unten rot kräftig rot 1 bis 2 m vom Fenster
Burgundy, Black Knight fast schwarz mit Rotstich dunkelrot 1 bis 2 m vom Fenster
Melany dunkelgrün bis rot, kleinere Blätter rot 1 bis 2 m vom Fenster
Tineke graugrün mit cremeweißem Rand, Rippe rosa rosa max. 1 m vom Fenster
Belize grün, creme und kräftig pink pink bis rot max. 1 m vom Fenster
Ruby überwiegend rosa bis rubinrot rot max. 1 m vom Fenster
Variegata grün mit gelblichem bis cremefarbenem Rand hell max. 1 m vom Fenster
Shivereana hellgrün, fein gelb marmoriert rosa angehaucht direkt am hellen Fenster

Willst du Ficus-Arten bestimmen, reicht oft schon die Blattgröße. Blätter unter 12 cm sprechen für Benjamina, Moclame oder Ginseng, schmale lange Blätter für Alii, geigenförmige für Lyrata. Wer Bilder von Ficus-Arten oder Gummibaum Arten vergleicht, sollte auf die Blattränder achten, denn Fotos verfälschen Rosa und Creme stark, je nach Licht beim Aufnehmen.

Welche Gummibaum Sorte passt zu dir?

Die passende Gummibaum Sorte hängt vom Licht an deinem Standort ab. Das Licht entscheidet. Hast du wenig Licht, nimm Robusta, hast du ein helles Fenster, kannst du jede Sorte wählen. Miss den Abstand vom geplanten Platz zum Fenster, bevor du dich entscheidest, denn dieser Wert sagt mehr über den Erfolg aus als jede Pflegeanleitung. Wie hell ist es dort mittags im Dezember?

Für ein Nordfenster oder einen Platz über 2 m vom Fenster entfernt eignen sich nur Robusta und mit Abstrichen Abidjan. Für ein Ost- oder Westfenster passen alle dunklen Sorten und Tineke. Belize, Ruby und Shivereana brauchen den hellsten Platz der Wohnung. Welche Plätze bei dir funktionieren, kannst du mit unserem Ratgeber zum Standort für den Gummibaum prüfen.

Wann ist eine Sorte die falsche Wahl? Belize und Ruby sind nichts für dich, wenn dein Wohnzimmer nach Norden zeigt oder der Platz hinter einer Gardine liegt. Die Pflanze überlebt dort, aber nach einem halben Jahr sind die Blätter grün. Shivereana ist die falsche Wahl, wenn du öfter verreist oder beim Gießen unregelmäßig bist.

Hast du Katzen oder Hunde, die an Pflanzen knabbern, passt kein Gummibaum: Die ASPCA führt Feigen wie Ficus benjamina als giftig für Katzen und Hunde, und der Milchsaft des Gummibaums enthält dieselben reizenden Stoffe, die Maul und Magen angreifen. Und brauchst du eine Pflanze für eine Fensterbank unter 30 cm Tiefe, sind Melany oder ein junger Moclame besser als ein Robusta mit 30 cm langen Blättern.

Unser Tipp für den Einstieg: Robusta für dunklere Räume, Tineke für helle Räume, Belize für den hellsten Platz. Alle drei sind bei uns auf Lager. Passende Arten findest du in unserer Kategorie Pflanzen für dunkle Räume.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Gummibaum giftig für Katzen, Hunde und Menschen?
Für Katzen und Hunde gilt jede Gummibaum Sorte als giftig, weil der Milchsaft reizende Stoffe wie das Enzym Ficin enthält. Frisst ein Tier an den Blättern, zeigen sich meist Speicheln, Erbrechen oder Durchfall, dann rufst du den Tierarzt an und nennst die Pflanze. Bei Menschen kann der Milchsaft auf der Haut Rötungen auslösen, wer eine Latexallergie hat, reagiert darauf stärker. Wasch den Saft deshalb nach dem Schneiden sofort mit Wasser und Seife ab.
Kann ein Gummibaum blühen?
Im Zimmer blüht ein Gummibaum so gut wie nie. Seine Blüten sitzen wie bei allen Feigen versteckt im Inneren kleiner, grünlicher Früchte, die in der Heimat von spezialisierten Feigenwespen bestäubt werden. Diese Wespen gibt es in Europa nicht, deshalb bilden Zimmerpflanzen weder sichtbare Blüten noch reife Früchte.
Wie vermehre ich meinen Gummibaum?
Am einfachsten gelingt es über einen Kopfsteckling mit zwei bis drei Blättern, den du im Frühjahr schneidest und in Wasser oder feuchte Anzuchterde stellst. Bei 20 bis 25 °C bilden sich nach etwa vier bis acht Wochen Wurzeln. Bei großen, verkahlten Pflanzen ist Abmoosen am Stamm die sicherere Methode, weil der Trieb bis zur Wurzelbildung an der Mutterpflanze bleibt.
Wie groß wird ein Gummibaum und wie hältst du ihn klein?
Ohne Schnitt wächst jeder Ficus elastica so lange weiter, bis er an die Decke stößt. Klein hältst du ihn, indem du im Frühjahr die Spitze kappst und ihn nur alle zwei bis drei Jahre in einen Topf umsetzt, der höchstens 2 bis 4 cm größer ist. Ein enger Topf bremst das Wachstum, ohne der Pflanze zu schaden.
Was ist der Unterschied zwischen Ruby und Belize?
Beide sind rosa panaschierte Sorten mit gleicher Pflege, im Handel werden die Namen aber nicht einheitlich verwendet. Dieselbe Pflanze kann je nach Gärtnerei als Ruby oder als Belize verkauft werden. Verlass dich beim Kauf deshalb auf das Foto der Pflanze und nicht auf den Namen auf dem Etikett.
Direkt vom Züchter

Welche Pflanze soll es werden?

Alle Pflanzen aus diesem Artikel sind sofort lieferbar. Jede wird von Hand verpackt und kommt in 2 bis 4 Werktagen bei dir an.

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Ben Beyer
Gründer & Pflanzenexperte

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Als Gründer von Florage beschäftige ich mich seit über 6 Jahren intensiv mit Zimmerpflanzen, von der richtigen Pflege bis zur Auswahl der besten Sorten. Jeder Artikel basiert auf echtem Praxiswissen.

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